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Die Johanneskirche

Johanneskirche -
eine Kirche mit einem Turm,
aber ohne Glocken
Foto: Helmut K. Köhrer

Der Bau der "Johanneskirche" lag ganz in den Händen Evangelischer: Er wurde von Architekt Dipl.-Ing. Hubert Taferner aus Linz geplant, die statische Berechnung und Bauaufsicht erfolgte unentgeltlich durch den damaligen Kurator Dr. Felix Saliger, die Bauausführung schließlich durch Baumeister Ertl.

Die Baukosten beliefen sich auf rund 140.000 Euro (damals rund 1,9 Millionen Schilling).

Bischof Dr. Gerhard May weihte am 30. Oktober 1966 die Kirche ein.

Altarraum der Johanneskirche
Foto: Helmut K. Köhrer

Der Altar, der Jesus mit den zwölf Aposteln zeigt, wurde von Prof. Walter Ritter geschaffen. Die Fenster im Altarraum wurden 1967 eingebaut und zeigen Themen aus der Passionsgeschichte Jesu und zum letzten Buch der Bibel, der Offenbarung des Johannes. Sie wurden von Prof. Margret Bilger entworfen und in der Glasmalerei des Zisterzienserstiftes Schlierbach hergestellt. Dieses Kunstwerk ist eine Stiftung des Ehepaares Walter und Dora Franck zur Erinnerung an ihre Eltern Carl und Helena Franck.

1970 wurde an der Stirnseite der Kirche eine Plastik montiert, die vom akademischen Maler Dorn stammt und Bilder aus der Offenbarung des Johannes darstellt.

Die Johanneskirche hat zwar einen Turm, seit dem Bau gibt es aber keine Glocken. Es gab den Plan, Glocken in Siebenbürgen anzukaufen oder zu leihen, nach Linz zu bringen und im Turm zu montieren, aber aus verschiedenen Umständen wurde daraus nichts.

Das an die Kirche anschließende Pfarrhaus mit einer Gesamtwohnfläche von rund 130 m2 wurde in den Jahren 1967/68 gebaut und 1983 um eine Pfarrkanzlei erweitert. Die Baukosten beliefen sich auf rund 60.000 Euro (damals etwa 780.000 Schilling).

1983 errichtete die Pfarrgemeinde nach Plänen von Architekt Dipl.-Ing. Hans Roth (Bauausführung: Baumeister Heinrich Haller & Co.) mit einem Gesamtaufwand von rund 400.000 Euro (damals etwa 5,5 Millionen Schilling) ein Gemeindezentrum. Dieses besteht aus einem großen Gemeindesaal, einem Clubraum, einer Teeküche, einem Abstellraum, je einem Büro für den Pfarrer und die Kirchenbeitragsstelle, einem Archiv und vier Jugendräumen.